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| | 2010 Woche 5

Reges Markttreiben konnte man bereits vor ca. 150 Jahren auf
dem Wismarer Markt beobachten. Marktfrauen in
langen Kleidern und mit großen Hüten, der damaligen Mode entsprechend, halten
Körbe mit Waren in der Hand, die
sie der Wismarer Bevölkerung feilbieten. Mit Pferdefuhrwerken transportiert man
größere Mengen an Waren in Säcken,
Kisten und Fässern in die Stadt. Diese Marktszene hat der Wismarer Fotograf Carl
Ludwig Heinrich Michaelsen
(1819-1894) festgehalten.
Der aufmerksame Betrachter erkennt links auf dem Foto ein kleines älteres
Gebäude, das „Rüsensche Haus“ Am Markt
6, welches bis 1891 dort gestanden hat. Im 14. Jahrhundert wurde die Westseite
des Marktplatzes mit sogenannten
Buden bebaut, in denen Handwerker sowie Kleinhändler wohnten und ihre Geschäfte
betrieben. Beim Durchbau des
„Rüsenschen Hauses“ Ende des 19. Jahrhunderts traten Reste der früheren
Marktfront (Buden) zutage. Die Lage dieser
Funde lässt darauf schließen, dass der Marktplatz ursprünglich noch größer war.
In der Häuserreihe Am Markt 2-8
werden noch weitere Reste der früheren Marktbuden vermutet.
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