Das detailreiche Foto entstand kurz nach 1900 – ein wertvolles
Dokument mecklenburgischer Technikgeschichte. Seit
Joachim Gröning die Wassermühle 1686 erwarb, trug sie über 200 Jahre seinen
Namen. Es hieß, dass sie „niemals
Wassermangel habe, weil sie auf den bedeutenden Strom gebaut ist, der sich durch
Wismar in die Ostsee ergießt.“
Die Besitzer wechselten dennoch häufig. 1803 war es ein Müller Heitmann, dann
ein gewisser Kossow und später der
Oberappellationsrath von Mühlenfels.
„Seit April dieses Jahres (1903) ist die eigentliche Gröningsmühle von der
Bildfläche verschwunden. Der Käufer,
Ziemsen=Kluß, beabsichtigt, hier
Karpfenteiche anzulegen“, schreibt Gustav Willgeroth in „Bilder aus Wismars
Vergan-
genheit“. Ein weitsichtiger Plan, denn heute wird hier immer noch Karpfenzucht
betrieben.