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Impressum

2009 Vorwort

! unkorrigierte Texte !

Liebe Kalenderfreunde,


Mehr als 750 Bilder zur Geschichte Wismars sind es mit diesem Kalender, die wir dem interessierten Publikum seit 1995
im WISMARER WOCHENKALENDER vorstellen konnten. In diesem Jahr möchte ich mich für die ehrenamtliche Mitarbeit
besonders bei Werner Lahn, Udo Schonert, Hinrich Siedenschnur, Maria Ulonska und Karsten Witting bedanken.
Viele Höhepunkte haben wir wieder in diesem Kalender untergebracht, seltene Aufnahmen, Fotos, die einst für private
Zwecke gemacht wurden, Bilder, die Geschichten erzählen, Details, die Wissen erweitern, Ansichtskarten, deren Absender
oder Adressaten damals schon zum internationalen Publikum gehörten. Fügt man das Ganze zu einem historischen Mosaik
zusammen, wird deutlich, dass die Weltoffenheit, die unsere Hafenstadt und ihre Bewohner heute auszeichnet, ihre Wurzeln
nicht zuletzt in der Lebensleistung unserer Vorfahren hat.
Die Bildunterschriften beschreiben historische Hintergründe, die nicht immer direkt aus den Bildern ersichtlich sind, aber
zum Verständnis der Stadtgeschichte beitragen sollen. Dabei stützen wir uns, wenn möglich, auf Zeitzeugen, aber auch auf
angesehene Autoren der Wismarer Heimatgeschichte, wie z. B. Dietrich Schroeder, Gustav Willgeroth, Friedrich Techen
oder Friedrich Crull, sowie auf den bekannten und geschätzten Volkskundler Prof. Richard Wossidlo. In der fünften Woche
haben wir ihm, aus Anlass seines 150. Geburtstages, ein Kalenderblatt gewidmet.
Wir sind an Wismars Stadtgeschichte interessierte Laien und keine Heimatforscher, deshalb mag es uns der Leser
nachsehen, wenn nicht jede getroffene Aussage einer wissenschaftlichen Nachprüfung standhält.
Übrigens… „Ich zeige Dir, was Du nicht siehst, damit Du es siehst“ schrieb Jürgen Borchert (1941-2000) in seinem Buch
„Wismar, Stadtspaziergänge und Landfahrten“. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder viel
Freude beim „Entdecken“ des Wismarer Wochenkalenders.



Im Namen der Kalendermacher

Ihr Ralf Peplau

 

Zum Titelbild 

Schon 1903 schrieb Gustav Willgeroth: „Das trotz schwerer Anfechtungen zu Ende der 70er Jahre glücklich erhaltene Große Wasserthor“ hat als einziges der ehemaligen Wismarer Stadttore den Abriss der Stadtmauer  und die Aktivitäten übereifriger Stadterweiterer überlebt, zu denen auch „der stets zu allem Unfug bereite Advokat Düberg“ gehörte. Diese Aufnahme entstand, wie ein Blick durch die Tordurchfahrt zeigt, als der Alte Hafen noch von Windjammern bevölkert wurde. Damals hatten die Pferdefuhrwerke eine wichtige Funktion in der Hafenwirtschaft, waren sie doch in großem Umfange für Antransport oder Abholung des Frachtgutes verantwortlich.
Dieses Foto könnte aus einem Lehrbuch sein, zeigt es doch vorbildlich im Sielengeschirr aufgezäumte Arbeitspferde. Bei schweren Lasten wird die Zugleistung hauptsächlich über das breite Brustblatt bewältigt.

Wismarer Wochenkalender