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Impressum

2007 Vorwort

Liebe Kalenderfreunde,

beging der WISMARER WOCHENKALENDER vor zwei Jahren mit seiner zehnten Ausgabe ein kleines Jubiläum,
so ist mit dem nun vorliegenden Jahresweiser auf das Jahr 2007 das Dutzend voll und ein Ende ist nicht abzusehen.
Denn seine Fan-Gemeinde in Wismar und aller Welt bildet nach wie vor ein verlässliches Rückgrat, auf das die
Kalendermacher bauen können. Es wurden uns neue Freunde gewonnen und engagierte Mitstreiter aktiviert, mit deren
Hilfe der diesjährige WISMARER WOCHENKALENDER wieder ein spannendes Gemeinschaftsprojekt wurde.
Gleich mehrere Wismar-Liebhaber wie Werner Lahn, Karsten Witting, Udo Schonert, Claus Wergin, Uwe Brunken
und Marlene Düsing haben für uns ihre Schatztruhen geöffnet und uns einen Einblick in ihre wertvollen Sammlungen
gewährt, aus denen wir hier manch interessantes Stück vorstellen können.
Natürlich geht es wie in jedem Jahr um den Hafen, um Kirchen, Straßen, Plätze und Häuser, um größere und kleinere
Firmen – und doch kann man auch diesmal etwas Neues über die Geschichte unserer Stadt und ihrer Bewohner lernen.
Das beginnt schon beim einzelnen Haus. „Die Geschichte eines Hauses ist die Geschichte seiner Bewohner,
die Geschichte seiner Bewohner ist die Geschichte der Zeit, in welcher sie leben, die Geschichte der Zeiten
ist die Geschichte der Menschheit“, schrieb Wilhelm Raabe. So widerspiegelt auch dieser Kalender die breite Palette
jener Lebensläufe, Schicksale und Geschichten, die einst das Fundament für die jetzigen Generationen schufen,
und macht uns neugierig auf mehr.
  

 

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Dieses Foto ist genau 100 Jahre alt. Der Fotograf stand dort, wo heute der Rudolf-Karstadt-Platz an jenen Mann
erinnert, der einst in Wismar mit Weitblick, Risikobereitschaft und Standfestigkeit das Fundament für
das KARSTADT-Handelsimperium legte. Und wie es der geschichtliche Zufall will, zeigt uns die Aufnahme
nicht nur die Krämerstraße im Jahr 1907 mit ihren ausgeschlagenen Markisen und den modebewussten Damen
im feinen Sommerweiß, sondern links an der Ecke Lübschestraße/ Krämerstraße auch einen Bauzaun,
der die Baustelle für den damaligen Karstadt-Neubau markiert.
Der Abbruch der von Karstadt nach und nach erworbenen Häuser Krämerstraße 2 und 4 sowie
Lübschestraße 1 und 3 begann im April 1907. So entstand ein zusammenhängender Baugrund für das
geplante mehrstöckige Warenhaus Ecke Lübsche-/ Krämerstraße. Der neue für Wismars Altstadt gewaltige
Bau mit Sandsteinfassaden und 10 Schaufenstern im Erdgeschoss wurde am 23. Mai 1908 eröffnet.
Eine Neuheit war auch das Dach aus grünglasierten holländischen Ziegeln.

Wismarer Wochenkalender