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| | 2007 Woche 30

Diese Ansichtskarte wurde von einem Reisenden am 28. Mai 1901
während eines einstündigen Aufenthaltes auf dem
Wismarer Bahnhof geschrieben und nach Neukloster abgeschickt. Er befand sich
dabei noch im alten, 1857 erbauten
Empfangsgebäude, das sich hier mit der erst 1892 angebauten Eingangshalle im
Vordergrund präsentiert.
Rechts davon ein heraldisches Lehrstück, das colorierte, gold geprägte, bis 1918
gültige Große Staatswappen des
Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. Auf dem bekannten Wappenschild ist die
perlenbesetzte Königskrone, darüber
fünf bekrönte Spangenhelme mit goldenen Rosten und den Helmkleinodien. Von
(heraldisch) rechts nach links stehen sie
1. mit dem goldenen Greifen für das Fürstentum Schwerin; 2. mit den zwei
Büffelhörnern für die Grafschaft Schwerin;
3. mit der Wendischen Krone, den fünf zugespitzten Pfählen und elf Pfauenfedern
für das Herzogtum Mecklenburg;
4. mit dem offenen Flug für die Herrschaft Rostock und 5. mit den sieben roten
Fähnlein für das Fürstentum Ratzeburg.
Der schwarze Stier und der goldene Greif als Schildhalter stehen auf dem Band
mit dem Wahlspruch des Hauses „per
aspera ad astra“, früher poetisch gern mit „Durch‘s Dichte ins Lichte“
übersetzt, ursprünglich wohl eine auf Seneca d. J.
zurückgehende römische Wendung, wörtlich „Über rauhe Wege zu den Sternen“. Der
Schild ist von der Ordenskette
des Ordens der Wendischen Krone umgeben, an der unten das achtspitzige
Ordenskreuz hängt.
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