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| | 2007 Woche 17

Wismar gehörte zu den ersten kleineren Städten Deutschlands, die
eine zentrale Licht- und Kraftversorgung einführten.
Schon am 3. Mai 1857 wurde die erste vom Hamburger Unternehmer Weißflog
errichtete private Gasanstalt vor dem
Mecklenburger Tor eröffnet. Sie belieferte die Stadt mit Steinkohlengas, das ab
1. September die ersten 87 Laternen
erleuchtete. Am 1. Oktober 1890 machte die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht
Gebrauch und erwarb das Gaswerk,
dem dann 1904 auf dem gleichen Grundstück ein Elektrizitätswerk mit zunächst
zwei Dynamomaschinen angegliedert
wurde. Diese Kombination erwies sich für Wismarer Verhältnisse als günstige
Lösung, da sie unter Einsatz von
Akkumulatorenbatterien flexibel auf den unterschiedlichen Bedarf zu bestimmten
Tages- und Wochenzeiten reagieren
konnte. Im Sommer 1911 wurde das E-Werk dann an die Überlandzentrale Herrenwiek
bei Lübeck angeschlossen, da
der wirtschaftliche Boom der Hafenstadt eine immer höhere Leistungskraft des
Energieversorgers verlangte.
Das Panoramafoto zeigt die Gas- und Elektrizitätswerke Wismar in den
20er-Jahren. |