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| | 2006 Woche 13

Die Sonne steht im Osten. So ist die Aufnahme von der
Westseite des Marktes um 1900 wohl an einem Vormittag
entstanden. Die Partie vor der Hauptwache macht trotz der beiden imposanten
Geschütze, die sich hinter den Linden
verstecken, einen friedlichen und beschaulichen Eindruck.
Doch der Schein trügt, denn die Geschichte des Platzes bietet ein Wechselbad der
Gefühle. Hier fanden
sowohl Hinrichtungen wie die des Ratsherrn Hinrich von Haren und des
Bürgermeisters Banzkow 1427 als auch
Volksbelustigungen statt. „Nicht so traurig, wenn auch vielleicht nicht ganz
unblutig“, schreibt Lisch, „waren die von
den Fürsten bei festlichen Gelegenheiten auf dem Markte veranstalteten Turniere,
zu deren Ausführung das Pflaster
aufgerissen und der Platz mit Sand bedeckt, auch mit Schaubühnen begrenzt war.“
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