Vorhang auf für Lisa Kuß, geb. Draehmpaehl. Gemäß der alten
Theaterweisheit, dass jung anfangen soll, wer groß
rauskommen will, trat sie, grade 18 Jahre alt geworden, am 23. März 1956 der
Niederdeutschen Bühne Wismar bei
– und debütierte, wie auf dem Bild zu sehen, als „Toseggersch“, als Souffleuse,
in „De verflixte Strump“. Aber schon
bald begann mit dem Sprung aus dem „Kasten“ auf die Bühne ihre Laufbahn als
Schauspielerin. Bis heute hat sie in
zahllosen Rollen nicht nur den Männern im Publikum tüchtig eingeheizt. 1967
übernahm sie die Leitung der Bühne,
wurde als Regisseur zugleich ihr künstlerischer Leiter und gewann außer ihrem
späteren Ehemann auch beide Kinder,
Schwiegertochter und drei Enkel für die Bretter, die die Welt bedeuten. Die
Trägerin des Bundesverdienstkreuzes hat in
63 Inszenierungen mitgewirkt, 27 Rollen gestaltet und war an über 2000 Einsätzen
der Bühne beteiligt.