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2004 Woche 49

Der „Fangelturm“ oder „Gefangenthurm“ aus dem 14. Jahrhundert, der hier die Szenerie wie ein warnender
Zeigefinger überragt, diente bis 1866 seinem ursprünglichen Zweck und soll noch um 1900 mit gut erhaltenen Zellen
ausgestattet gewesen sein. War es das schöne Grauen, das sich mit dem Anblick des martialischen Bauwerks verband,
oder einfach der Umstand, dass es eines der letzten markanten Teile der alten Stadtmauer darstellte, was es zum
beliebten Fotoobjekt machte? Ein Rest von Nervenkitzel bleibt immer, wenn wir daran denken, welche Schicksale und
Tragödien sich über die vielen Jahrhunderte hinweg hinter diesen dicken Mauern abgespielt haben. Die Häuser, die den
unteren Teil des Turms verdecken, gehörten zur Heinrich-Scharff-Straße, der späteren „Hinteren Turmstraße“, die mit
ihren geraden Hausnummern parallel zur Turmstraße verlief, im II. Weltkrieg ausgebombt und dann abgetragen wurde.

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