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2004 Woche 47

Die Beguinenstraße, deren Kopfsteinpflaster hier im sanften Bogen die Böttcherstraße mit der höher gelegenen
Lübschen Straße verbindet, wurde schon 1424 so genannt. „Vorher umschrieben“, lesen wir bei Gustav Willgeroth –
etwa, weil die Beguinen lange der Ketzerei verdächtig und der Kirche ein Dorn im Auge waren? Von Flandern über
Frankreich nach Deutschland gekommen, richtete die klosterähnliche Gemeinschaft von Jungfrauen und Witwen auch in
Wismar Beguinen-Höfe oder Convente ein, verdiente ihren Lebensunterhalt mit Krankenpflege, Weberei oder Einhüten.
Nach der Reformation wurden aus den Beguinenhäusern weibliche Gasthäuser.
Nachdem die um 1930 fotografierten Gebäude (links im Bild) 1970 als Wohnhäuser gesperrt waren, entstanden dort
ab 1990 ein kleiner Supermarkt und ein Bowlingcenter.

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