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Die Aufnahme aus dem Jahr 1890 zeigt das elegante klassizistische
Gutshaus von Barnekow.
Das Dorf südwestlich von Wismar war vor knapp 550 Jahren Ausgangspunkt einer
langen verbissenen juristischen
Auseinandersetzung zwischen dem Landesherrn sowie Rat und Bürgermeister der
selbstbewussten Hansestadt. Als am
19. Dezember 1455 „die Diener des Wismarschen Rates mit Knechten der
Marienkirche...in Weitendorf und Gressow
gepfändet hatten“, weil die Bauern ihre Abgaben schuldig blieben, wurden sie auf
dem Heimweg bei Vorder-Wendorf
von den Grundherren, den von Plessen zu Barnekow, überfallen. Daraufhin schickte
Wismar noch in derselben Nacht
600 Mann zu Fuß und 100 zu Pferde mit Geschützen nach Barnekow, wo sie, wie
Herzog Heinrich noch drei Jahre
später beklagte, „den Plessen ihre Häuser … niedergeschossen, zerbrochen, ihren
Inhalt zerhauen, verderbt, vernichtet
und jene gefangen hätten, ohne vor ihm und seinem Rate zu klagen…“
Das Barnekower Gutshaus wurde 1989 abgerissen. Ein Neuaufbau und damit die
Schaffung eines Dorfzentrums
werden angestrebt; vielleicht schickt Wismar dieses Mal helfende Mächte…
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