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Donnerwetter! So etwas wurde tatsächlich mal im Agrarland Mecklenburg
produziert. Der imposante, über 19 m lange
und fast 3 m breite Triebwagen mit 6-zylindrigem Dieselmotor und
Warmwasserheizung, Baujahr 1924, war nur eines
von vielen Spitzenerzeugnissen der Wismarer Waggonfabrik, die in Deutschland,
Europa und Übersee unterwegs
waren. Speise- und Schlafwagen, Dreiklassenwagen, Güterwaggons für jedes
Handelsgut – die Palette ist heute noch
beeindruckend. Dazu kamen Straßenbahnwagen oder jener Schienenomnibus, den der
Volksmund „Schweineschnauze“
taufte. Die Umwandlung der von Heinrich Podeus und seinem Sohn Paul-Heinrich
Podeus (1869–1926) 1893
gegründeten Eisenbahnversuchsanstalt in eine Waggonfabrik löste eine
beispiellose Firmenexpansion aus. War es
internes Wissen, Spekulation, unternehmerisches Gespür? Immerhin fiel sie genau
mit der Erneuerung des Wagenparks
der Preussischen Staatsbahn zusammen, von der die Waggonbaufabrik kräftig
profitierte. 1911 wurde sie
Aktiengesellschaft und 1917 als Abt. Waggonbau Wismar Bestandteil der
Eisenbahn-Verkehrsmittel AG Berlin.
Mehr Informationen
zur Waggonfabrik auf den Seiten von Mathias Happke
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