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2004 Woche 19

Ein Junkers-Flugboot am Kai. Die Wismarer Technik-Freaks, unter ihnen die neunmalklugen Freunde Korl und Hein,
begutachten die „D 355“. Wer von den älteren Herrschaften hätte sich das in seiner Jugend träumen lassen, als noch
die Segelschiffe den Hafen prägten? Vermutlich wird es sie mit Stolz erfüllt haben, dass ausgerechnet Wismar vom
Boom des jungen deutschen Flugzeugbaus seit Mitte der 30er Jahre profitierte. Nachdem die „Dornier-Metallbauten
GmbH“ Ludwigshafen 1936 auf dem Gelände der zwangsverwalteten Maschinenfabrik Podeus AG die „Dornier-Werke
Wismar GmbH“ eröffnete, gehörte auch die Hansestadt zum Kreis der wichtigen Produktionsstandorte für Land- und
Wasserflugzeuge. Erst recht, als die Firma am 1. Januar 1938 Stammwerk der „Norddeutschen Dornier-Werke GmbH“
wurde, die dann neben eigenen Entwicklungen auch in Lizenz werksfremde Junkers- und Heinkel-Serien baute.
Als Teil der deutschen Rüstungsindustrie wurde das Werk im II. Weltkrieg mehrfach bombardiert und in der Nacht vom
14. zum 15. April 1945 fast völlig zerstört.

Wismarer Wochenkalender