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| | 2003 Woche 31

Am 2.
Oktober 1842 wurde dieses Theater in der Mecklenburger Straße eröffnet. Der
Neubau nach Plänen des
Wismarer Architekten Heinrich Thormann war notwendig, da sich die vorhergehenden
Provisorien als völlig ungeeignet
erwiesen. Zuletzt der Theatersaal im Rathaus, über den der Schauspieler Albert
Ellmenreich lästerte: „...ein erschreckend
kleines Bühnchen nebst Auditorium von höchst primitiver Dekorierung, eine Reihe
so genannter Bogen, oder vielmehr ein
Balkon, auf Säulchen ruhend, ein Parkettchen, ein Paterrchen, ferner die – ‚locus
a non lucendo‘ – fürstliche Loge in der
Mitte des ersten und einzigen Ranges – dicht dahinter: die Galerie, das
‚Paradies‘, das ‚Juchhe‘...“. Es soll so eng
gewesen sein, dass selbst Großherzog Paul Friedrich manchmal über die Köpfe der
Leute steigen musste.
Die Bespielung des neuen Hauses erfolgte durch das Hoftheater Schwerin, reisende
Theatergruppen, ab 1925 auch
durch die Niederdeutsche Bühne Wismar. Das ansehnliche Schauspielhaus brannte in
der Nacht zum 9. Januar 1948
wegen einer defekten Elektroanlage aus und wurde später abgetragen. Nur die
Theatergaststätte links im Bild erinnert
noch an die „glorreichen Zeiten“ der Bühne mitten in der Stadt.
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