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Was mag
wohl diese Ansammlung von Feldgrauen vor Fründts Hotel verursacht haben?
Abgestempelt wurde diese
Feldpostkarte am 13. Juli 1916. Herr Schacht, der Absender, gehörte damals zum
2. Bataillon im Füsilier-Regiment
Nr. 90, Genesungskompanie 1 Korps Wismar/Mecklenburg. Hoffen wir, dass
wenigstens er das Glück hatte,
die Hölle des I. Weltkrieges zu überstehen. Immerhin hatte sein Bataillon 900
Tote zu beklagen.
Wesentlich freundlicher ist da schon die Geschichte von Fründts Hotel in der
Schweinsbrücke. Zu Beginn des
19. Jahrhunderts gehörte es einem Herrn J. C. Briesemann. Im Saal seines Hauses
wurde am 5. November 1818 ein
Musikverein gegründet – der zweitälteste seiner Art in Deutschland. Heinrich
Martens, der das Etablissement 1826
erwarb, war ein kunstbeflissener Nachfolger, der dort 1837 ein Theaterchen
einrichtete. Kaum nennenswert – aber
immerhin. Fründt, der das Hotel 1887 übernahm, machte daraus das „Haus des
reisenden Kaufmanns“ mit großem
Konzertgarten. Das Soldatenheim nebenan war später Teil des 1954 eröffneten
Klubhauses der Mathias-Thesen-Werft.
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