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| | 2002 Woche 2

„PODEUS-Telegraphenwagen
Type 30 L 3 (Seitenansicht), geliefert an Telegraphen-Bataillon 3, Coblenz“
Der feine weiße Schriftzug verrät uns nicht nur die nähere Bestimmung des
stattlichen Vehikels als spezialisiertes
Nutzfahrzeug. Er ist auch ein anschaulicher Beleg dafür, dass Wismar schon vor
hundert Jahren weit mehr zu bieten
hatte, als das traditionelle maritime Gewerbe der Küstenstädte. So präsentiert
uns das Konterfei das sinnvoll
angeordnete Innenleben des Wunderwerks als ingenieurtechnische Spitzenleistung
der damaligen Zeit. Denn dieses
Auto war gleichzeitig eine Werkstatt auf vier Rädern und mit seinen 11 Sitzen
eine Art Kleinbus für den Bautrupp.
Nicht zuletzt hatte der Dreitonner alles zu bieten, was man von seiner
Fahrtüchtigkeit schon damals verlangen konnte:
Neben dem 40-PS-Benzinmotor unter anderem Luftkammerreifen, Kettenantrieb,
Konuskupplung, Kulissenschaltung,
Karbidbeleuchtung, Getriebebremse, Bosch-Magnetzündung, sogar einen Sandkasten
und die romantische Ballonhupe.
Hergestellt wurde der PODEUS in der 1894 von Heinrich Podeus (1832-1905)
gegründeten Waggonfabrik, die sein
Sohn 1906 durch eine Automobilbauabteilung erweiterte.
Mehr Informationen
zur Waggonfabrik auf den Seiten von Mathias Happke
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